Technisches Exportregister des ZS EDoc Center
Stand: 19. Oktober 2026 · Fassung 1.0
Dieses Register beschreibt die Verfahren, Datenstrukturen und Formate für die Rückgabe exportierbarer Kundendaten nach Anlage 1 der AGB. Erfasst werden die gebuchten Leistungen und die tatsächlich gespeicherten Daten. Ein auf einzelne Module oder Dokumente begrenzter Export ersetzt keine vollständige Rückgabe. Maßgeblich bleiben der vereinbarte Datenumfang und die gesetzlichen Wechselrechte.
1. Anforderung und Abruf
Produktübergreifende Exporte können über den Datenschutzbereich des Arbeitsbereichs oder in Textform an info@zsedc.de angefordert werden. Benötigt werden der Arbeitsbereich, der gewünschte Umfang und gegebenenfalls der bevollmächtigte empfangende Anbieter. Nach Berechtigungsprüfung werden Übertragungsweg und Zeitplan abgestimmt.
Die Bereitstellung erfolgt über einen geschützten HTTPS-Download oder einen vereinbarten sicheren Übertragungsweg. Für den Download werden Adresse, Zugangsverfahren, Datenstand, Umfang und Abruffrist mitgeteilt. Der Abruf erfolgt mit HTTP GET. Bei einer signierten Downloadadresse enthält die Adresse die Zugangsinformation; bei einem gesonderten Zugangstoken wird dieses als Authorization: Bearer <Zugangstoken> übermittelt. Eine kürzere Gültigkeit eines Zugangsmittels verkürzt die vereinbarte Abruffrist nicht.
Die offenen Schnittstellen und die für ihre Nutzung erforderlichen technischen Informationen stehen Kunden und berechtigt empfangenden Anbietern unentgeltlich zur Verfügung. Dazu gehören die Angaben zur Anmeldung, zum Abruf und zur Auswertung der bereitgestellten Daten. Exportumfang, Datenstand und gegebenenfalls bestehende Einschränkungen werden kenntlich gemacht; ein Teilexport wird nicht als vollständiger Export ausgewiesen.
Für Übergang, Abruf und Löschung gelten Ziffern 18 und 19 der AGB und die AVV. Beim gesetzlichen Anbieterwechsel besteht nach dem Übergangszeitraum mindestens die dort vereinbarte 30-tägige Abrufmöglichkeit. Ein fehlgeschlagener Wechsel löst allein durch Fristablauf keine Löschung aus.
2. Datenstrukturen und Beziehungen
Strukturierte Daten werden als Datensätze mit fachlichen Feldern bereitgestellt. Zusammengehörige Angaben, etwa Adressen oder Rechnungspositionen, können als untergeordnete Objekte oder Listen enthalten sein. Kennungen verbinden Datensätze untereinander und mit den zugehörigen Dateien. Die für die Übernahme erforderlichen Feldbedeutungen, Datentypen, Einheiten, Auswahlwerte und Referenzen werden dokumentiert; kundenspezifische Felder und verwendete Versionsstände werden dabei berücksichtigt.
Die folgende Übersicht beschreibt die Strukturen der vorhandenen Daten. Sie begründet keine Speicherung bislang nicht gespeicherter Inhalte. Ergänzende Angaben zu den konkreten Exportfeldern werden mit den Daten oder in der zugehörigen technischen Dokumentation bereitgestellt.
| Datenstruktur | Fachliche Angaben und Datentypen | Beziehungen |
|---|---|---|
| Arbeitsbereich | Name, Kennung und Status als Text, Erstellungszeit als Zeitpunkt, Einstellungen als gegliederte Konfiguration | Zu Unternehmen, Mitgliedschaften und gebuchten Leistungen. |
| Unternehmen | Firmenname, Rechtsform, Anschrift, Steuerkennungen und Kontaktdaten als Text bzw. untergeordnete Kontakt-/Adressangaben | Zum Arbeitsbereich und seinen Geschäftsvorgängen. |
| Benutzer, Mitgliedschaften und Rollen | Name, E-Mail-Adresse und Status als Text, Mitgliedschaftszeiträume als Zeitpunkte; Rollen und Berechtigungen als Listen mit Geltungsbereich | Benutzer zum Arbeitsbereich und zu Rollen; nur rechtmäßig herauszugebende Angaben. |
| Faktura-Kunden | Kundennummer, Name, Unternehmens- und Empfängerangaben, Steuerkennung, Bestellreferenz und elektronische Adresse als Text; Zahlungsbedingungen als Zahlen und gegliederte Angaben; Kontakte und Adressen als Listen; Aktivstatus und Änderungszeit | Zu Aufträgen und ausgewählten Rechnungs-/Lieferadressen. |
| Abrechnungseinheiten | Kennung, Unternehmens-, Register-, Steuer- und Kontaktdaten als Text; Zahlungsbedingungen, Adressen, Bankkonten und Nummernkreise als gegliederte Angaben; Aktivstatus und Änderungszeit | Zum Arbeitsbereich sowie zu Aufträgen und Rechnungen. Bankkonten enthalten fachliche Bankangaben; Nummernkreise insbesondere Dokumentart, Zählstand, Präfix und Zeitraum. |
| Aufträge und Arbeitsstände | Referenz, Status, Betreff und Hinweise als Text, Leistungsdatum als Datum, Beträge als Dezimalwerte mit Währung; Dokumentkopf, Feldwerte, Positionen und Auswahlen als Objekte bzw. Listen | Zu Kunde, Adressen, Abrechnungseinheit, Bankkonto sowie verwendeten Profilen und Modell-/Formatversionen. |
| Rechnungen, Entwürfe, Korrekturen und Stornierungen | Dokumentart, Nummer, Status und Korrekturgrund als Text, Beträge als Dezimalwerte mit Währung, Ausstellungszeit als Zeitpunkt; Positionen, gespeicherter Ausstellungsstand und Prüfergebnisse als gegliederte Angaben | Zu Auftrag, Abrechnungseinheit, Ursprungsrechnung, verwendeten Versionen und Belegdateien. Der gespeicherte Ausstellungsstand bleibt vom aktuellen Stammdatenstand unterscheidbar. |
| Dokumente und Dateien | Originale, Ausgaben, Darstellungen und Anhänge im gespeicherten Format; Dateiname, Dateityp und vorhandene Zeitangaben; gespeicherte strukturierte Dokumentinhalte | Zum zugehörigen Geschäftsvorgang, Dokument oder Verarbeitungslauf. |
| Prüfberichte | Prüfzeit, Prüfdienst, Ergebnis und Meldungen; Meldungen enthalten vorhandene Schweregrade, Codes, Texte und Fundstellen | Zum geprüften Dokument oder Verarbeitungslauf und zu vorhandenen Berichtsdateien. |
| Kundeneigene Vorlagen und Logos | Bezeichnung, Art, Version und Konfiguration als Text bzw. gegliederte Angaben sowie zugehörige Dateien | Zu ihren Verwendungen und verfügbaren kundenspezifischen Versionen. |
| Projekte und Datenzuordnungen | Projektname, Status und Konfiguration; Quellen-/Zielstrukturen als Feldlisten und gespeicherte Beispiele, Zuordnungen als Knoten und Verbindungen mit Feldbezügen, Operationen und Parametern; vorhandene Entwürfe und veröffentlichte Versionen | Zu Projekt, zugehörigen Modell-/Formatversionen, Verarbeitungsabläufen und gespeicherten Ergebnissen. |
| Kundeneigene Verarbeitungsabläufe | Name, Version und Konfiguration; Schritte, Reihenfolge, Parameter und Verbindungen als Listen bzw. Objekte | Zu Projekten, Datenzuordnungen und beteiligten Ressourcen. Geheime Zugangsmittel sind ausgenommen. |
| Versionsbeschreibungen | Bezeichnung, Code, Version und vorhandene Revisionsnummer; erforderliche Feldbeschreibungen und Codelisten | Zu den tatsächlich verwendeten Dokumentmodellen, Formaten und Konfigurationen. Geschützte ausführbare Anbieterbestandteile sind davon zu unterscheiden. |
| Transformationen | Gespeicherte Ergebnisse, Start-/Endzeit, Status, kundenspezifische Parameter und Prüfergebnisse | Zu Ein-/Ausgabedokumenten, Projekt und verwendeter Datenzuordnung. |
| Nutzungs- und Verbrauchsnachweise | Zeitpunkt, Produkt, Vorgangsart, Menge, Einheit und Abrechnungszeitraum | Zu zugehörigen Aufträgen, Verträgen oder Verarbeitungsläufen, soweit gespeichert. |
| Änderungshistorie | Zeitpunkt, Vorgang, vorhandene Änderungsangaben und rechtmäßig herauszugebender Benutzerbezug | Zum betroffenen fachlichen Datensatz. |
| Bestell-, Vertrags- und Abrechnungsunterlagen | Art, Referenz, Status, Zeitangaben, Beträge mit Währung sowie eigene Vertrags- und Zahlungsreferenzen des Kunden; vorhandene Dokumente | Zum Arbeitsbereich, zum Vertrag, zur Bestellung und zur Abrechnung. Zahlungsinstrumente und Mandate beim Zahlungsdienstleister sind davon zu unterscheiden. |
Kontakte enthalten insbesondere Name, Funktion und Kommunikationsangaben; Adressen enthalten ihre Anschrift und Verwendungsart. Rechnungspositionen enthalten die gespeicherten Positionskennungen, Mengen und fachlichen Feldwerte. Kundenspezifische Dokument- und Zuordnungsfelder werden anhand der jeweils zugehörigen Modell- und Versionsbeschreibung erläutert. Erforderliche Beziehungen zu verwendeten Versionen und gespeicherten Ausstellungsständen bleiben erhalten.
Textwerte werden als Zeichenketten, Zählwerte als Ganzzahlen, fachliche Mengen und Geldwerte als Dezimalwerte mit ihrer Einheit bzw. Währung und Ja-/Nein-Angaben als Wahrheitswerte dargestellt. Datumswerte enthalten das Datum; Zeitpunkte eine Zeitzonenangabe. Fehlende Werte, fachliche Codes und Referenzen werden so beschrieben, dass ihre Bedeutung beim Import erkennbar ist. Geld- und Mengenwerte bleiben in ihrer gespeicherten Genauigkeit erhalten.
3. Faktura-Teilexporte
Die Faktura-Exporte können im Produkt durch berechtigte Benutzer abgerufen werden. Die folgenden HTTP-GET-Pfade sind relativ zur Adresse der Plattform; sie setzen eine authentifizierte Sitzung und die jeweilige Exportberechtigung im Arbeitsbereich voraus.
| Abruf | Umfang |
|---|---|
| /api/tenant/faktura/export | Faktura-Kunden, Abrechnungseinheiten, Aufträge und Belegdateien ausgestellter Rechnungen. |
| /api/tenant/faktura/invoices/{invoiceId}/export | Die durch ihre Kennung bezeichnete ausgestellte Ursprungsrechnung und ihre ausgestellten Korrekturen/Stornierungen. |
Die Rückgabe erfolgt als ZIP mit strukturierten JSON-Daten, Belegdateien und vorhandenen Prüfberichten. Diese Teilexporte umfassen nicht automatisch sämtliche Rechnungsentwürfe, andere Module oder kundeneigene Konfigurationen. Für eine vollständige Rückgabe werden die weiteren exportierbaren Daten über das Verfahren in Abschnitt 1 bereitgestellt.
4. Formate, Normen und technische Grenzen
Strukturierte Daten und Konfigurationen werden als JSON nach RFC 8259 (https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc8259) in UTF-8 bereitgestellt. CSV kommt in Betracht, wenn Inhalte und Beziehungen damit verlustfrei abgebildet werden können. Zusammengehörige Dateien können in einem ZIP-Archiv gebündelt werden. Zeitpunkte verwenden RFC 3339 (https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3339); der geschützte Download verwendet HTTPS mit den HTTP-Semantiken nach RFC 9110 (https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9110). Die zur Nutzung erforderliche Struktur- und Formatbeschreibung wird bereitgestellt.
Vorhandene Dateien bleiben in ihrem gespeicherten Original- oder Ausgabeformat, etwa XML oder PDF. Bei elektronischen Rechnungen werden die verwendete Syntax sowie die zum Verständnis erforderlichen Profil- und Versionsangaben dokumentiert. Nicht gespeicherte oder bereits rechtmäßig gelöschte Inhalte werden nicht nachträglich rekonstruiert.
Eine automatische Übernahme durch beliebige Fremdsoftware oder die unveränderte Ausführung geschützter Anbieterkomponenten wird nicht zugesagt. Im Zielsystem können Feldzuordnungen, Rollenabbildungen und neue Zugangsmittel erforderlich sein. Diese Anpassungen verkürzen den exportierbaren Datenumfang nicht. Für geschützte Standardregeln, Quellcode, fremde Geheimnisse und Zugangsschlüssel gelten die Ausnahmen aus Anlage 1 der AGB; eigene Daten und Konfigurationen des Kunden sowie erforderliche Metadaten bleiben exportierbar. Zahlungsinstrumente und Mandate können nur mit der erforderlichen Mitwirkung und Berechtigung übertragen werden.
Die genannten Formate sind keine Aussage über eine Zertifizierung oder die Erfüllung einer besonderen harmonisierten Norm für den Wechsel zwischen Datenverarbeitungsdiensten. Verbindliche gemeinsame Spezifikationen und harmonisierte Interoperabilitätsnormen werden nach den gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Die Rechtsgrundlage für Register und offene Schnittstellen bilden insbesondere Art. 26 und 30 der Verordnung (EU) 2023/2854 (https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/2854/oj/deu). Die für die Infrastruktur geltende Rechtsordnung und Gerichtsbarkeit sowie allgemeine Schutzmaßnahmen gegen unzulässige internationale staatliche Zugriffe sind auf der Seite Datenexport und Anbieterwechsel (https://zsedc.de/datenexport) beschrieben.
5. Aktualisierung
Das Register wird aktuell gehalten. Technische Verfahren und Formate können weiterentwickelt werden; die zugehörige Dokumentation beschreibt den jeweiligen Stand und die für die Übernahme erforderlichen Angaben. Aktualisierungen reduzieren weder den vereinbarten Datenumfang noch gesetzliche Wechselrechte.